Preisverleihung : Die Oscar-Nominierten 2012 im Überblick

Neben den beiden Favoriten, "Hugo Cabret" (elf Nominierungen) und "The Artist" (zehn) darf sich auch Wim Wenders Hoffnungen auf die begehrte Oscar-Trophäe machen. Der Deutsche wurde mit seiner Doku "Pina" in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert.

Der Oscar, eine der begehrtesten Trophäen der Welt.
Der Oscar, eine der begehrtesten Trophäen der Welt.Foto: dapd

Der 3-D-Film "Hugo Cabret" und die Stummfilm-Hommage „The Artist“ sind die aussichtsreichsten Kandidaten bei den diesjährigen Oscars. "Hugo Cabret" von Regisseur Martin Scorsese wurde am Dienstag in Los Angeles in elf Kategorien für die begehrten Filmpreise nominiert, "The Artist" des französischen Filmemachers Michel Hazanavicius erhielt zehn Nennungen.

Der Sportfilm "Moneyball" mit Hollywood-Beau Brad Pitt und das Pferde-Epos "Gefährten" von Steven Spielberg heimsten je sechs Nominierungen ein. Alle vier Filme treten dabei in der Königsklasse des besten Films des Jahres gegeneinander an. Ebenfalls nominiert sind in dieser Kategorie der Film „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“ mit George Clooney, die Südstaaten-Geschichte "The Help", der Woody-Allen-Film "Midnight in Paris", das Drama "The Tree of Life" und die Romanverfilmung "Extrem laut und unglaublich nah" mit Tom Hanks und Sandra Bullock.

Auch der deutsche Regisseur Wim Wenders darf sich Oscar Chancen ausrechnen. Der deutsche Regisseur ist mit seiner 3D-Hommage "Pina" für den Doku-Oscar nominiert worden. Regisseur Wim Wenders und sein Team sind stolz auf die Oscar-Nominierung für ihren Film "Pina". "Zum zweiten Mal nach "Buena Vista Social Club" jetzt die Chance zu haben, als Nominierter in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" im Rennen um die Oscars teilnehmen zu können, ist eine tolle Sache, zumal wir damit der erste 3D Film sind, dem diese Ehre zuteil wird", sagte Wenders. "Die Tänzer und Mitarbeiter des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch sind, zusammen mit der Neuen Road Movies, stolz auf diese Auszeichnung“, so der Regisseur. „Wir wollten mit unserer Reise in das wunderbare Reich der großen deutschen Choreographin Pina Bausch dieser einmaligen Frau und Pionierin des zeitgenössischen Tanzes ein Denkmal setzen".

Der weltweite Erfolg beim Publikum und nun die Oscar-Nominierung seien eine fantastische Belohnung und Anerkennung dieser gemeinsamen Arbeit, sagte Wenders. Die Dokumentation über die 2009 gestorbene legendäre Tänzerin Pina Bausch, Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters, tritt bei der Oscar-Vergabe in der Sparte "Bester Dokumentarfilm" gegen vier Mitstreiter an.

Oscar-Nominierung für Regisseur Wim Wenders.
Oscar-Nominierung für Regisseur Wim Wenders.Foto: dapd

Auch der Hamburger Nachwuchsregisseur Max Zähle ist mit seinem Kurzspielfilm "Raju" in der Kategorie "Live-Action-Kurzfilm" für den Oscar nominiert worden. Im vorigen Juni hatte Zähle mit "Raju" bereits den bronzenen Studenten-Oscar gewonnen. Sein 25-minütiger Film handelt von einem deutschen Ehepaar, das nach Indien kommt, um ein vermeintliches Waisenkind zu adoptieren.

Früher gab es nur fünf Nominierungen, in den vergangenen Jahren war das auf zehn verdoppelt worden, die preisstiftende Academy die will Vergabe flexibler halten und stets zwischen fünf und zehn Filme nominieren. Die Trophäen werden am 26. Februar 2012 zum 84. Mal verliehen. (AFP, dpa)

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