RAUM patrouille : Vermisste Schwestern

Sebastian Leber wird langsam richtig ungeduldig

Sebastian Leber

Manche Alben lassen sehr lange auf sich warten. Guns’n’Roses verkünden seit acht Jahren, dass ihre nächste Platte „Chinese Democracy“ heißen und demnächst erscheinen wird. Noch schlimmer sind aber The Sisters of Mercy, die Briten streuen bereits seit 1994 Gerüchte, dass es nicht mehr lange bis zum nächsten Studioalbum dauern kann. Immerhin hat die Band kürzlich alte B-Seiten wiederveröffentlicht – und die wollen gespielt werden: Am Sonnabend veranstaltet der Thule-Klub in Pankow eine Sisters-of-Mercy-Gedächtnisnacht. Da kann man auch zu Klassikern wie „Temple of Love“ und „This Corrosion“ tanzen. Die meisten Gäste werden düster gekleidet sein: In der Gothic-Szene sind Sisters of Mercy immer noch Helden, auch wenn sich Sänger Andrew Eldritch ständig von seinem Gruftie-Image distanziert. Wo sich der Mann gerade herumtreibt, ist nicht bekannt. Das mag daran liegen, dass er sein Markenzeichen, die Sonnenbrille, nur auf der Bühne trägt und inkognito kaum zu erkennen ist. Aber er wird sich schon melden: Spätestens, um wieder mal ein neues Album anzukündigen.

Sa 9.6., ab 23 Uhr „The Sisters of Mercy Party“ im Thule- Klub, Thule-Str. 1, Pankow, 3 €

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