• Satire: Irrer Wiederkehr-Wahnsinn!: Rentner hat fotorealistisches Deja-vu beim Berlin-Besuch von Mohammed Mursi

Satire: Irrer Wiederkehr-Wahnsinn! : Rentner hat fotorealistisches Deja-vu beim Berlin-Besuch von Mohammed Mursi

Seit 46 Jahren sitzt Heinz H. vor dem Rathaus Schöneberg, nur 1967 bei den Unruhen gegen den Schah war er gerade nicht da. Trotzdem erinnert er sich, als wäre es erst heute gewesen.

Die Ägypter haben den Protest gegen Mursi schon beinahe perfektioniert. Nun zieht Deutschland nach. Experten sprechen geschichtswissenschaftlich von der "deutschen Verspätung".
Die Ägypter haben den Protest gegen Mursi schon beinahe perfektioniert. Nun zieht Deutschland nach. Experten sprechen...Foto: dpa

 Seit 46 Jahren sitzt der Frührentner Heinz H. auf einer Parkbank unweit vom Rathaus Schöneberg im gleichnamigen Berliner Stadtteil. Nun soll er laut einer hochrangigen Expertenkommission aus über 100 internationalen Ärzten, Neurologen und Wissenschaftlern das „fotorealistischste Deja-vu aller Zeiten“ erlebt haben.

 „Ich sitze also da, ich sitze da schon lange, also immer schon“, erklärt H. auf Nachfrage. „Gestern scheint es mir plötzlich, als würden sich Demonstranten versammeln. In meinem Kopf ist sofort Alarm.“ Als Frührentner hätte H. beinahe die Proteste gegen den Schah 1967 mitbekommen, die zu einer Radikalisierung der Studentenschaft führten und später zur RAF und damit irgendwie zu Helmut Kohl, womit sie indirekt auch zum Mauerfall führten und dieser dazu, dass niemand mehr das Rathaus Schöneberg kennt. Doch genau am Tag der Proteste im Jahr 1967 war H. nicht auf seiner Parkbank erschienen, an diesem Tag hatte H. Rücken.

 Heinz H. sagt: „Gestern kam dann also dieser Machthaber Mursi, so um die 150 eingeflogene Ägypter jubelten ihm zu“. H. bekräftigt, dass sein Gehirn ihm sofort das Signal funkte, so etwas schon einmal erlebt zu haben. „Dabei hatte ich doch 1967 Rücken!“

Hat wie immer, wenn es um Außenpolitik geht, nichts mit der Sache zu tun, reckt aber energisch die Fingerchen: Guido W.
Hat wie immer, wenn es um Außenpolitik geht, nichts mit der Sache zu tun, reckt aber energisch die Fingerchen: Guido W.Foto: dpa

Als sich eine Protestmenge aus linksradikalen Studenten dem Pharao Mursi entgegen stellen will, werden seine Anhänger plötzlich zu Aggro-Ägyptern, sie prügeln mit ihren Fahnen-Stöcken auf Demonstranten ein. „Wie damals, wie damals“, schreit H. ganz aufgebracht. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Der Student Hanno Sorgenlos wird – als er gerade Gänseblümchen vom Rathaus-Rasen pflücken wollte – von Polizeiobermeister Kurras niedergeschossen, dessen Vater bereits einmal in einen ähnlichen Vorfall verwickelt gewesen sein soll. „Ich konnte das Gefühl einfach nicht loswerden, so etwas schon einmal erlebt zu haben“, erklärt Heinz H.

 Eine weitere Expertenkommission soll nun klären, ob H. wirklich nur das beste Deja-vu aller Zeiten erlebte oder ob er vielleicht sogar übersinnliche Kräfte hat. In einer Seance, in der H. seinem Körper entrückte, soll er vorhergesagt haben, dass in Ägypten demnächst „Mursi gestürzt wird, noch radikalere Kräfte an die Macht kommen, die irgendwann Nachbarstaaten angreifen und deshalb von den USA fertig gemacht werden.“ (NaX)

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