Kultur : Schauspielschule Ernst Busch: Tusch für Busch

Pamela Jahn

Sie gilt als Talenteschmiede für Stars - und als die beste Schauspielschule im deutschsprachigen Raum. Nina Hoss, Thomas Ostermeier, Leander Haussmann, Corinna Harfouch und August Diehl sind nur einige der Erfolgreichen, die ihr Handwerk dort gelernt haben. Donnerstagabend feierte die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ihren 50. Geburtstag. Zum Fest in der Akademie der Künste hatte Rektor Klaus Völker alle ehemaligen Absolventen geladen. Die Geschichte der "Ernst Busch" reicht zurück bis Max Reinhardt. 1951 als Fachschule für Schauspielkunst in Niederschöneweide institutionalisiert, wurde sie 1981 zur Hochschule ernannt

Heute kommt die Mehrheit der Studierenden aus den alten Bundesländern, Österreich und der Schweiz. Zusammen mit den "Großen" mixten sieeinen hochprozentigen Geburtstagscocktail aus szenischem Spiel, dramatischer Puppenspielkunst, Tanz und Musik. Thomas Ostermeier inszenierte, Götz und Veit Schubert rezitierten, Bernd Stempel spielte und Regine Lutz erzählte liebenswürdige Anekdoten, um Spenden für das Geburtstagskind zu sammeln. Das größte Geschenk zum Jubiläum schüttelte freilich Kultursenatorin Adrienne Goehler aus dem Ärmel: Das Land Berlin hat das Grundstück für das bat-Theater schließlich doch noch gekauft. Die hochschuleigene Spielstätte drohte Mietverhandlungen zum Opfer zu fallen, nachdem das Gebäude einer Erbengemeinschaft des früheren Besitzers zugesprochen worden war.

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