Kultur : Schiller-Theater: Neueröffnung 1999?

Das seit Oktober 1993 geschlossene Berliner Schiller-Theater soll nach dem Willen des Bundeskulturbeauftragten Michael Naumann (SPD) mit Geldern aus dem um 60 Millionen Mark aufgestockten Hauptstadtkulturfonds wiedereröffnet werden.Dies habe er mit dem Berliner Kultursenator Peter Radunski (CDU) besprochen, wie dessen Sprecher, Axel Wallrabenstein, gestern auf Anfrage bestätigte.Die Meldung des "Berliner Kurier", wonach für das Schiller-Theater eine Summe von acht bis zehn Millionen Mark aus dem Hauptstadtkulturfonds zur Verfügung stehen werde, wollte er dagegen nicht kommentieren.Auf die Frage, ob die Berliner Festspiele als Betreiber des Theaters vorgesehen seien, sagte Wallrabenstein: "Wir haben verschiedene Konzepte, wie das Theater als Gastspielhaus für internationale Produktionen aber auch für Veranstaltungen der verschiedenen Bundesländer genutzt werden kann.Die Festspiele bieten sich da als Partner an."

Von Seiten der Festspiele hieß es dazu gestern, noch sei kein konkreter Auftrag des Senators zur Erarbeitung eines Betriebskonzeptes eingegangen, man könne sich aber durchaus vorstellen, sowohl als Know-How-Lieferant wie als Betreiber zu fungieren.Vor einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Schiller-Theater seien allerdings eine weitgehende Modernisierung der Theatertechnik sowie Malerarbeiten im Vorderhaus nötig.Bei einem kontinuierlichen Spielbetrieb sei es nicht mehr sinnvoll, fehlendes technisches Equipment anzumieten, so wie die Berliner Festspiele dies für das Theatertreffen tun müßten, das sie im Mai im Schiller-Theater ausrichten werden.Radunskis Sprecher Wallrabenstein sagte, theoretisch bestehe durchaus die Möglichkeit, daß ein fester Spielbetrieb im Schiller-Theater noch in diesem Jahr beginnen könne. Tsp

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