Soundcheck : CD-Neuerscheinungen

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und -kritiker im Soundcheck ihre CDs der Woche vor. Diesmal mit Kwabs, King Midas Sound/Fennesz, HeCTA und Keith Richards. Ab 21 Uhr auf Radio eins.

Der Sänger Kwarbs bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises im September in Hamburg
Der Sänger Kwabs bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises im September in HamburgFoto: dpa

Kwabs: „Love + War“ (Warner)

Seine Musiklehrerin überredete Kwabena Sarkodee Adjepong, die Aufnahmeprüfung beim National Youth Jazz Orchestra zu machen. Bestanden! Später hat er Jazz an der Royal Academy of Music studiert. In der BBC-Fernsehshow von Goldie dann der Durchbruch. Es folgte ein virales Video. Bisher lief alles wie geschmiert für den Sänger mit der butterweichen Stimme. Aber brauchen wir noch einen weiteren The Weeknd? Dennis Kastrup, Radio eins

King Midas Sound/Fennesz: Edition 1 (Ninja Tune)

Wer mehr vom Gleichen der Dubstep-Pioniere erwartet hatte, wird enttäuscht. Ob Mastermind Kevin Martin keinen Lärm mehr ertragen kann oder dass der Österreicher Fennesz mit seinen klanglichen Nebelbänken den Grind aus alten Tagen zudeckt? Offenbar wollten sie etwas Neues machen. Hat geklappt. Der Ambient-Sound, der bei dieser Kollaboration entstand, ist aber weder neu noch sonderlich fesselnd. Andreas Müller, Moderator

HeCTA: The Diet (City Slang)

Kurt Wagner hat ein Buch gelesen. Über die Disco-Anfänge der siebziger Jahre in New York. Die hatten nicht viel mit ihm zu tun, Lambchop-Gründer und Vaterfigur des Indie- Folk. In Nashville ist Disco nie richtig angekommen. Umso faszinierter war er, zwei aus dem Lambchop-Kollektiv schlossen sich an, um Disco-Grooves neu zu interpretieren und auf Song-Format zu bringen. Streckenweise ganz reizvoll. Kai Müller, Tagesspiegel

Keith Richards: Crosseyed Heart (EMI)

Unberührt von Strömungen des musikalischen Zeitgeistes stöbert das Rock-Urgestein auf seinem dritten Soloalbum durch seine Lieblingsstile – Blues, Country, Folk, Reggae – und drückt, mit Hilfe alter Weggefährten, allem seinen Stempel auf. Andere mögen „besser“ Gitarre spielen, ein Stimmakrobat war er eh nie, aber kaum jemand bringt Seelen zum Schwingen wie good old Keith. Helmut Heimann, Radio eins

Keith Richards an der Gitarre bei einem Konzert mit den Rolling Stones 2014
Keith Richards bei einem Konzert mit den Rolling Stones 2014Foto: dpa

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