Soundcheck : Die CD-Neuerscheinungen der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritiker im "Soundcheck" auf Radio Eins die CDs der Woche vor. Mit dabei: das fünfte Interpol-Album "El Pintor", auf dem die New Yorker Band zu ihrer Kernkompetenz zurückkehrt - melancholisch und wabernd.

Interpol: El Pintor.
Interpol: El Pintor.Foto: promo

Interpol: El Pintor (Soft Limit Records)

Kenner der Materie behaupten, das fünfte Album von Interpol sei ihr bestes seit zehn Jahren. Weniger Eingeweihte stellen fest, dass sich die zum Trio geschrumpfte New Yorker Band nach zaghaften Experimenten wieder auf ihre Kernkompetenz konzentriert: melancholische, ins Hymnische wabernde Postpunk-Gitarrenbrecher. Das können sie wie keine zweite Band. Klingt aber nach 2004. Jörg Wunder, Tagesspiegel

Busdriver: Perfect Hair.
Busdriver: Perfect Hair.Foto: promo

Busdriver: Perfect Hair (Ninja Tune/Rough Trade)

Busdriver aus Los Angeles gilt als der technisch versierteste Rapper seiner Generation, aber auch als ewiger Außenseiter. Auf „Perfect Hair“ verbindet er makellose Atemtechnik und double times mit merkwürdig narkotisierter Atmosphäre. In der Summe ergibt das ein Album zwischen Indierap-Ekstase und Backpacker-Klischee. Fabian Wolff, Musikjournalist

Banks: Goddess
Banks: GoddessFoto: promo

Banks: Goddess (Universal)

Der Hype um die kalifornische elektrische Singer-Songwriterin Banks rollt mit bedrohlicher Intensität. Unter dieser Welle könnte ein lang erwartetes Debütalbum begraben werden. Das wird es nicht, aber diese – im Kern aus bereits erhältlichen EPs und Singles bestehende – Liedersammlung ist nicht unbedingt jene Sensation, die sie hätte sein sollen. Sehr gut, sehr solide, aber am Ende doch eher brav klingt diese Goddess. Andreas Müller, Moderator

Tricky: Adrian Thaws.
Tricky: Adrian Thaws.Foto: promo

Tricky: Adrian Thaws (!K7/False Idols)

Wirklich gut, was das Trip-Hop-Aufstehmännchen hier unter seinem Geburtsnamen abliefert: unverkennbar tricky, aber soundmäßig auf der Höhe dieser basslastigen Zeit. Die Songs machen was her, seine Gastsängerinnen bringen es und im Gegensatz zu früheren Zeiten macht das Ganze einen sehr konzentrierten Eindruck. Martin Böttcher, Musikjournalist

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