Soundcheck : Rückblick auf das Pop-Jahr 2016

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Dieses Mal mit einem Rückblick auf die vergessenen Pop-Alben des Jahres von Paul Simon, Kadhja Bonet, Anna Meredith und Xenia Rubinos.

Paul Simon
Paul Simon. Der Altmeister des Pop brachte dieses Jahr mit "Stranger to Stranger" ein tolles Album heraus.Foto: Myrna Suarez / Concorde

Paul Simon: Stranger To Stranger (Concorde)

Einer der größten Pop-Komponisten des 20. Jahrhunderts veröffentlichte mit 74 Jahren eine seine besten Platten, die leider auf einem Label für erledigte Fälle erschien und kaum beworben wurde. Schande! Der Altmeister in Hochform: seltsame Instrumente, merkwürdige Rhythmen, böser Humor und feine Songs. Noch mal hören, reinhören! Andreas Müller, Moderator

Kadhja Bonet: The Visitor (Headcount/Cargo)

Kadhja Bonet stammt aus einer musikalischen Familie und hätte Violinistin werden sollen. Auf dem Debüt der Kalifornierin finden sich zwar viele klassische Arrangements, allerdings im Kontext von R’n’B. Der wiederum könnte aus der Vergangenheit oder der Zukunft zugleich stammen. Tolles Album! Elissa Hiersemann, Radio eins

Anna Meredith: Varmints (Moshi Moshi)

Klassik? Avantgarde? Pop? Genregrenzen sind bei Anna Meredith nicht existent. Klang als Naturgewalt. Jean-Michel Jarre auf Meskalin im Super-Mario- Land. Das Debütalbum der klassisch ausgebildeten Musikerin wurde gerade mit dem „Scottish Album Of The Year“-Award ausgezeichnet. Thomas Misersky, Warner Music

Xenia Rubinos: Black Terry Cat (Anti/Indigo)

Meisterlich vermischt die 31-jährige New Yorker Sängerin und Musikerin Xenia Rubions auf ihrem zweiten Album Groove, Kampf und Charme zu einem unwiderstehlichen R’n’B-Rock-Rap-Jazz-Amalgam. Eine der aufregendsten Platten des Jahres. Nadine Lange, Tagesspiegel

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