Kultur : Staatsminister: Böhmer oder Neumann

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Der Kreis der Kandidaten lichtet sich. Hoffnungen auf das Amt des Kulturstaatsministers in der Merkel-Regierung kann sich weiterhin Maria Böhmer machen (siehe Tagesspiegel vom 3. 11.). Neben der Familienpolitikerin aus Rheinland-Pfalz und Vorsitzenden der Frauen-Union, die in kulturpolitischen Fragen bundesweit noch nicht aufgefallen ist, gilt Bernd Neumann als aussichtsreicher Bewerber. Neumann ist Landesvorsitzender der Bremer CDU und war in der vergangenen Legislaturperiode Obmann der Unions-Fraktion im Ausschuss für Kultur und Medien. Böhmer habe wegen des parteiinternen Proporzes gute Chancen, berichtet der „Spiegel“. Aus dem Rennen sei die Berliner CDU-Abgeordnete Monika Grütters, schreibt das Magazin: Die Professorin für Kulturmanagement bringe zwar Erfahrung aus dem Kunstbetrieb mit, könne aber als Parlamentsneuling nicht gleich ein so hohes Amt bekommen, heiße es in Angela Merkels Umfeld. Damit haben sich die Vorstellungen geklärt, die die designierte Bundeskanzlerin von ihrem künftigen Kulturstaatsminister hat. Er oder sie kommt aus der CDU und hat eine Parteikarriere vorzuweisen. Außerdem spielt die Ämterverteilung unter den CDU-Landesverbänden eine entscheidende Rolle. Damit kündigt sich auch ein Paradigmenwechsel zur Schröder-Regierung an. Die bisherigen Amtsinhaber Michael Naumann, Julian Nida-Rümelin und Christina Weiss waren keine Parteipolitiker, sondern (parteilose) Persönlichkeiten aus dem Bereich der Kultur. R.S.

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