Stararchitekt Renzo Piano : Das "grünste" Museum der Welt ist eröffnet

Das größte Innenraum-Korallenriff der Welt und ein eigener tropischen Regenwald nebst diverser Ausstellungen über bedrohte Tierarten: In San Francisco ist am Samstag das "grünste" Naturkundemuseum der Welt eröffnet worden - entworfen von Star-Architekt Renzo Piano.

Renzo Piano
Renzo Piano: "Grüner Glaspalast" in San Francisco. -Foto: dpa

San FranciscoDas vom italienischen Architekten Renzo Piano entworfene "grünste" Naturkundemuseum der Welt ist am Samstag in San Francisco eingeweiht worden. 30.000 Besucher wurden dazu in der "California Academy of Sciences" erwartet, der einzigen Einrichtung in der Welt mit Aquarium, Planetarium, Naturkundemuseum und Forschungsstätten unter einem Dach. "Die meisten Naturkundemuseen sind 'Tempel der Dunkelheit'", sagte der 71-jährige Architekt. "Wir wollten genau das Gegenteil schaffen, einen lichtdurchlässigen Ort, an dem man sich wohl fühlt und die Natur sehen kann". Ein Vertreter eines Indianerstammes segnete den spektakulären, 488 Millionen Dollar teuren Bau im Golden Gate Park, Kinder ließen Hunderte bunte Schmetterlinge in den Himmel aufsteigen.

Das von Piano in dreijähriger Bauzeit erschaffene Gebäude soll bis zum Jahresende die Auszeichnung "LEED Platinum" für die beste Umweltverträglichkeit erhalten. Die elegante Konstruktion aus Glas und Recycling-Stahlträgern hat ein wellenförmiges begrüntes Dach und ist ringsherum von einem Vordach mit 60.000 Solarzellen umgeben, die zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs decken sollen.

Der riesige Glaspalast beherbergt unter anderem das größte Innenraum-Korallenriff der Welt, einen tropischen Regenwald, Sumpflandschaften, Aquarien und Ausstellungen über Klimaveränderung und bedrohte Tierarten. Es ist zugleich eine Forschungseinrichtung mit über 20 Millionen Pflanzen- und Tierexemplaren. "Dieses Museum ist ein wichtiges Werkzeug für die nächste Generation", sagte Piano bei der Eröffnung. "Die Erde ist zerbrechlich und braucht unsere Hilfe. Wir müssen mehr über die Natur lernen, sie lieben und beschützen". (jam/dpa)

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