Theater : "Messlatte sehr hoch gelegt"

Der Intendant des Hamburger Thalia-Theaters, Ulrich Khuon, wird nach seinem Wechsel ans Deutsche Theater in Berlin ein schwieriges Erbe hinterlassen. Ein Gespräch mit Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck.

Hamburg - "Khuon hat mit seiner hervorragenden Arbeit die Messlatte sehr hoch gelegt, er arbeitet unglaublich intensiv", sagte Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Dieser Herausforderung müsse jeder Nachfolger erst einmal gerecht werden.

Grund zur Eile sieht die Senatorin jedoch nicht. "Wir stehen nicht unter Zeitdruck, es sind ja noch zweieinhalb Jahre", sagte sie mit Blick auf den für 2009 geplanten Wechsel Khuons von der Alster an die Spree. Für die Suche eines Nachfolgers gebe es derzeit einen "sehr spannenden Markt mit vielen guten jungen Leuten". Bislang bestünden hierzu jedoch noch keine konkreten Überlegungen.

Trotz des herben Verlusts für die Hamburger Theaterlandschaft trägt Welck Khuon die Wechselpläne nicht nach. Solch ein Weggang sei im Theaterleben etwas ganz Normales. "Die meisten Intendanten werden ohnehin unruhig, wenn sie irgendwo zehn Jahre gewesen sind. Das Metier lebt vom Wechsel", so die Senatorin. Vielmehr sei sie froh, dass der 55-Jährige, der das Thalia Theater im Jahr 2000 von Jürgen Flimm übernommen hatte, dem Hause "so eine wunderbare Erfolgsgeschichte" beschert habe. Khuon soll am Deutschen Theater einen Vertrag über fünf Jahre erhalten, der mit der Spielzeit 2009/10 beginnt. (tso/ddp)

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