Kultur : Und sie stoppten in Berlin Das Programm der Biennale in Venedig

Ulrich Clewing

Die Biennale von Venedig findet zwar erst im Juni statt, doch schon am Mittwoch machte der Biennale-Tross in Berlin Station, um Programm und Kuratoren der diesjährigen 51. Auflage vorzustellen.

Zum ersten Mal in der 110 Jahre alten Geschichte der Biennale sind die künstlerischen Leiter künstlerische Leiterinnen: Maria de Corral und Rosa Martinez kommen aus Spanien und gelten als ausgewiesene, unkonventionell denkende Fachfrauen. Maria de Corral, die Grande Dame der spanischen Kunstszene, hat 1981 die Kunstaktivitäten der spanischen Sparkassenstiftung initiiert, war anschließend Direktorin des Museo Nacional Reina Sofia in Madrid und fungierte 2002 als Direktorin des Museums für zeitgenössische Kunst in Santander. De Corral wird im italienischen Pavillon in den Giardini die Ausstellung „Kunsterfahrung“ mit Arbeiten von 42 internationalen Künstlern aus drei Generationen zeigen, darunter Francis Bacon, Tacita Dean, Philip Guston, Jenny Holzer, Donald Judd und Matthias Weischer. Sie habe keine thematische Ausstellung machen wollen, sondern Werke und Künstler nach ihrer „Intensität“ ausgesucht, sagt sie.

Rosa Martinez dagegen, vor zwei Jahren Kuratorin des spanischen Pavillons in Venedig (mit Santiago Sierra) und seit Ende vergangenen Jahres Direktorin des Istanbul Modern, des ersten Museums für zeitgenössische Kunst in Istanbul, will in ihrer Ausstellung „Immer etwas ferner“ im Arsenale 49 jüngere, teils bekannte, teils unbekannte Künstlerinnen und Künstler als „Wanderer zwischen den Kulturen“ präsentieren (www.labiennale.org). Zur selben Zeit geht in Venedig auch das 3. Internationale Festival des zeitgenössischen Tanzes über die Bühne. Dessen Direktor Ismael Ivo versprach, den Verbindungen zwischen Tanz und bildender Kunst nachzuspüren. Ein Höhepunkt soll dabei die Uraufführung eines neuen Stückes von William Forsythe sein.

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