Kultur : Venedig-Biennale zeigt deutsche Filme

Tom Tykwer ("Winterschläfer") will mit seinem neuen Streifen "Lola rennt", der am 20.August in den deutschen Kinos anläuft, den "Goldenen Löwen" beim Filmfestival in Venedig (3.-13.9.) gewinnen.Zudem ist der bosnische Regisseur Emir Kusturica ("Underground") mit der deutsch-französisch-jugoslawischen Koproduktion "Chat noir, chat blanc" ("Schwarze Katze, weißer Kater") im Wettbewerb vertreten.Außer Konkurrenz läuft Doris Dörries neuer Streifen "Bin ich schön?", der im Oktober in die deutschen Kinos kommt.Insgesamt stehen 19 Filme im Wettbewerb, darunter 13 europäische.Zudem ist Claude Lelouchs "Hasards ou Coincidences" als Weltpremiere zu sehen.

"Deutschland ist mit Macht zurückgekehrt", sagte Festivaldirektor Felice Laudadio am Mittwoch auf der Pressekonferenz in Rom zur ungewöhnlich starken deutschen Präsenz."Nach Jahren schlechter Komödien hat Deutschland eine neue Form gefunden." Der ehemalige Journalist sprach vom "neuen Neuen deutschen Film".Im vergangenen Jahr war keine deutsche Eigenproduktion vertreten.Den letzten großen Erfolg für Deutschland gab es 1995, als Götz George für "Der Totmacher" den Preis für den besten Hauptdarsteller bekam.

Zu den Höhepunkten des Wettbewerbs zählen "Bulworth" (USA) von Warren Beatty, der sowohl Regie führt als auch die Hauptrolle spielt.Abel Ferrara ("Black out") präsentiert "New Rose Hotel" mit US-Star Willem Dafoe.Insgesamt sind vier US-Produktionen im Wettbewerb.Meryl Streep spielt die Hauptrolle in "Dancing at Lughnasa" von Pat O&Connor (Irland).

Frankreich ist mit drei Streifen dabei, darunter mit Eric Rohmers "Conte d&Automne", sowie mit Nicole Garcias "Place Vendome" mit Catherine Deneuve in der Hauptrolle.Während im vergangenen Jahr asiatische Filme starken Eindruck machten und der japanische Kultregisseur Takeshi Kitano mit "Hana-Bi" den "Goldenen Löwen" bekam, ist diesmal kein Wettbewerbsfilm aus Fernost dabei.Aus Iran kommt "Sokout" von Mohsen Makhmalbaf ("Gabbeh").

Die traditionelle Retrospektive ist diesmal dem Film der 68-Generation gewimdet.Dazu wird Alexander Kluges "Artisten in den Zirkuskuppeln: ratlos" gezeigt; damit gewann er 1968 den "Goldenen Löwen".Den "Goldenen Löwen" für die Gesamtkarriere bekommen Sophia Loren und der Pole Andrzej Wajda ("Fräulein Niemand").In der Jury sitzt unter anderem der deutsche Regisseur Reinhardt Hauff.

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