Was machen wir heute? : Alles kopieren

Leo hat verkündet, er sei in die Profiliga im Basketball aufgerückt. Das ist natürlich eine ausgesprochen gute Nachricht. Die Eins im Deutsch-Test kommt dagegen nicht an. Endlich ist es geschafft, ganz ohne Riestern: Wir haben ausgesorgt und sogar ein bescheidenes Strandhaus auf Long Island ist in Sicht, weil unser achtjähriger Sohn auf dem Weg in die NBA ist. Yes, we can!

Fast jedenfalls. Die Profiliga, die er meint, ist eine Gruppe der Basketball-AG in seiner Schule. Das ist natürlich auch nicht schlecht, das hat Potenzial. Auf Nachfrage stellt sich allerdings leider heraus, dass Leo gar nicht Basketballprofi werden will. Adieu, Strandhaus! Er wird lieber Erfinder (natürlich zusammen mit Finn, der auch nebenbei Basketball spielt, in der Profiliga). Erfinden will er eine Kopiermaschine. Eine, mit der man alles kopieren kann, Spielzeug, Autos, Häuser... „Strandhäuser auch?“ – „Ja, Papi, Strandhäuser auch.“

Die Unterhaltung führt zu zwei konkreten Aufträgen: Erstens müssen Profis mit ihren Papis trainieren. Und zweitens braucht der angehende Erfinder Material für die Kopiermaschine. Ein alter Benzinmotor wäre gut, und ob wir nicht auf einen Schrottplatz fahren können... „Die Mami hat mir schon ein Stück von der Wasserleitung gegeben, das hatte der Klempner dagelassen.“

Autoteile, nicht so weit weg? Widerstrebend fange ich an, im Internet zu recherchieren und treffe schon beim ersten Klick auf Auto Schaefer (www.auto-schaefer.de), dessen Homepage ein Citroën SM ziert. Mon Dieu! Die Ikone der 70er Jahre, mit Maserati-Motor, adaptivem Kurvenlicht (damals schon!) und Autokennzeichen hinter Glas. Wenn Leo bloß die Kopiermaschine schon erfunden hätte! Wir könnten in dem SM die Strandstraße in den Hamptons entlangcruisen. Adieu, SM – das wird zu teuer. Es bleibt erstmal beim Basketball. Aber bei der Kälte trainieren? Dann lieber zuschauen. Alba spielt heute – nur Zweite Liga, dafür nicht so spät und bezahlbar.

Die Zweitliga-Albatrosse empfangen die Schwelmer Baskets um 15 Uhr in der Max- Schmeling-Halle A. Der Eintritt kostet drei Euro und ist vor Ort zu bezahlen.

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