Was machen wir heute? : Früh aufstehen

Heike Jahberg

Vorbei, vorbei, vorbei. Sechseinhalb Wochen Ferien: jetzt sind sie vorüber. Eine tolle Zeit geht zu Ende: lange Wanderungen durch die bayerischen Alpen im Schatten der Zugspitze, der erste tollkühne Sprung vom Drei-Meter-Brett im Schwimmbad, Tretbootfahrten auf glasklaren Seen. In Berlin dann spannende Forschungsaufenthalte im Freilandlabor, Frösche gefangen, untersucht und wieder freigelassen. All das ist jetzt Vergangenheit. Auch die Grillfeste, bei denen man abends nicht auf die Uhr schauen muss, weil in der Früh der Wecker schweigt. Vormittage im Schlafanzug, Übernachtungspartys bei und mit Freunden, keine Hausaufgaben. Ach, kann das Leben schön sein. Auch in Berlin haben wir in diesem langen Sommer neue Plätze entdeckt. Vom Süden, den wir gut kennen, sind wir nach Norden gefahren. Wir haben die S-Bahn nach Frohnau genommen und das buddhistische Zentrum besucht, wir sind von Tegel nach Spandau mit dem Ausflugsdampfer getuckert, wir haben Hermsdorf und die Weiße Stadt entdeckt. Überhaupt Berlin. So herrlich leer, dass man all seine Lieblingsplätze für sich allein hat. Und die Stimmung sommerlich gelassen, lässig, entspannt. All das ist nun vorbei, vergessen, vorüber. Jetzt geht es wieder los. Der Wecker klingelt um sechs. Frühstück, anziehen und ab zur Schule. Büffeln,essen, Hausarbeit. Der Alltag hat uns wieder. Obwohl – hat uns nicht in den letzten Tagen gelegentlich das leise Gefühl beschlichen, dass sechs Wochen voller Fiesta und Siesta reichen? Würde man wirklich noch eine weitere Woche mit Schwimmbadbesuchen, Gartenfesten oder Ausflügen verbringen wollen? Wir blicken jetzt nach vorne. Freuen uns auf Klassenkameraden und Arbeitskollegen, auf große Pause und Bürotratsch. Stehen Elternabende und Klassenarbeiten durch. Quälen uns morgens aus dem Bett. Und zählen die Tage bis Oktober. Denn am 15. gibt es endlich wieder Ferien. Heike Jahberg

Das buddhistische Haus steht am Ende des Edelhofdamms in Frohnau und kann kostenlos besichtigt werden.

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