Was machen wir heute? : Göttlich duften

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Zwei Saunageschichten, eine neulich miterlebt, die andere erzählt bekommen.

Die eine: In der Sauna des Tennis-Centers Weißensee, gemischt, sitzen ein Mann und zwei Frauen, eine macht einen kleinen Aufguss. Der Mann sieht die Flasche mit der Aufgussessenz und sagt: „Oh, Orange-Weihrauch! Wie selten.“ Die aufgießende Frau darauf: „Ja, Orange, jut, wa?“ Er: „Ja, und dazu noch Weihrauch!“

„Wat? Weihrauch? Mensch, habick jarnich jemerkt. Ick hab ohch jarkeene Ahnung, wat det in Wirklichkeit sein soll, Weihrauch.“

Die andere Frau: „Dit hamse doch immer in der Kirche. Damit wedeln die da immer rum. Aber wie det riecht, keene Ahnung.“

Der Mann: „Na, bestimmt nach Gott, oder?“

Die Aufgießerin: „Und wie riecht Gott?“

Schweigen. Dann die andere: „Na, ick würd mal sagen: alt.“

Ich habe die Geschichte einem Freund erzählt, M., und M. wandte ein, dass Gott auf keinen Fall alt riechen könne. Denn im Fall, dass es ihn gar nicht gibt, wird er auch nicht riechen. Und wenn es ihn gibt, dann gab es ihn schon immer und wird ihn ewig geben. Und also war er nie jung und wird nie alt. Sagt M.

Dass Gott nie jung war, leuchtet ein. Dass er nicht alt sein soll, dagegen nicht. Wenn es ihn schon ewig gibt, wird man doch sagen können, dass er alt ist, sagte ich. Nein, sagte M., aber das sei schwierig, er erzähle lieber eine andere Saunageschichte, eine ohne Gott:

In einer exklusiven Sauna in Rom, Männertag, schwitzt der Papst. Er ist zum ersten Mal in einer Sauna, es gefällt ihm sehr gut. Während er sich hinterher in der Umkleidekabine seine Soutane überwirft, sagt er zum begleitenden Kardinal, dass er am folgenden Tag nach der Audienz gern wieder herkäme.

Der Kardinal: „Das wird nicht gehen, eure Heiligkeit, morgen ist gemischt!“

Darauf der Papst: „Ach, die paar Protestanten stören uns doch nicht.“ David Ensikat

Gleich gegenüber der Gedächtniskirche: die Thermen am Europa-Center, Berlins größte Sauna. www.thermen-berlin.de

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