Kultur : Zwei Bände dokumentieren die Vorhaben der NS-Regierung kurz nach der Machtübernahme

Victor Klemperer, der durch seine Tagebücher aus der NS-Zeit bekannt gewordene Romanist, ist auf direkte Weisung Hitlers aus dem sächsischen Hochschuldienst entfernt worden. 1935 bestätigte der damalige Reichskanzler Klemperers Entlassung gegen geltendes NS-Recht. Als ehemaliger Frontkämpfer hätte Klemperer von Repressionen verschont bleiben müssen. Das geht unter anderem aus der in München vorgestellten Edition der Reichskanzlei-Akten für die Jahre 1934 und 1935 hervor. Mit der von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Reihe sollen erstmals auch Ministerbesprechungen oder der Schriftverkehr zwischen den Ressorts dokumentiert werden. In Fallbeispielen und unter Einbeziehung interner Akten illustrieren die beiden bei Oldenbourg erschienenen Bände die Vorhaben der NS-Regierung kurz nach der Machtübernahme.

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