COMPUTER Frage : Speicherfresser aufspüren

Der Platz auf der Festplatte wird langsam eng. Wie kann man feststellen, wofür eigentlich der Platz tatsächlich benötigt wird? Eine Computerfrage an Reinhold Scheck, Experte für Windows-Fragen.

An Reinhold Scheck

Das Mittel der Wahl steht unter Windows bereit: Mit dem Explorer können Sie relativ mühelos feststellen, wie viel Platz in welchem Laufwerk belegt oder frei ist, welche Ordner und Dateien sich wo befinden und wie viel Speicherkapazität sie dort in Anspruch nehmen. Da Sie in der Listenansicht des Explorers auch nach Dateigröße sortieren können, ist es nicht allzu schwierig, die größten Platzfresser zu identifizieren. Problematischer allerdings ist es dann oft, zu erkennen, ob die so ermittelten Dateien und Ordner auch gelöscht werden „dürfen“. Der Explorer, früher ein nahezu unersetzliches Werkzeug zur Festplattenverwaltung, ist heutzutage allerdings nicht mehr allen Anwendern hinreichend vertraut, um ihn komplikationslos benutzen zu können. Sehr hilfreich sind dann kleine Werkzeuge, die es im Internet als Freeware oder Shareware zum Download gibt und die helfen, die angesprochenen Aufgaben zu erfüllen. Ein Beispiel: Die kostenlos erhältliche Software „MeinPlatz“ von SoftwareOK zeigt komplexe und komplette Übersichten der Massenspeicherbelegung des PC. Bevor Sie ein solches Werkzeug benutzen, sollten Sie daran gedacht haben, dass auch der Papierkorb, die temporären Verzeichnisse und die Browser-Zwischenspeicher massenhaft Speicherplatz unnütz in Anspruch nehmen können (Problemlösung unter Vista mit Systemsteuerung / System und Wartung / Verwaltung – Speicherplatz freigeben).

Mit der Software MeinPlatz, Version 1.5, analysieren Sie ein zuvor ausgewähltes Laufwerk beziehungsweise eine Partition. Nach kurzer Zeit erscheint eine tabellarische Ansicht der jeweiligen Ordner und Dateien, geordnet nach dem Speichervolumen – die größten oben. Mit etlichen Befehlen und Optionen können Sie nun die Untersuchung verfeinern und bei Bedarf jene Speicherfresser finden, von denen Sie sich trennen können oder die, weil nicht unmittelbar und ständig gebraucht, den Weg in ein externes Archiv antreten sollen. Sie können mit diesem Tool Dateien auch direkt löschen. Hüten Sie sich aber davor, Dateien oder Ordner zu entfernen, deren Bestimmungszweck Sie nicht ganz genau kennen. Foto: Q

– Haben Sie auch eine Frage?

 Dann schreiben Sie uns:

E-Mail: computer@tagesspiegel.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben