Nachrichtenseite geknackt : Hacker attackieren Süddeutsche.de

14.02.2013 13:35 Uhrvon und
Zeitweise nicht erreichbar: Süddeutsche.de hat es am Mittwoch mit einem Hacker-Angriff zu tun. Foto: Sreenshot
Zeitweise nicht erreichbar: Süddeutsche.de hat es am Mittwoch mit einem Hacker-Angriff zu tun. - Foto: Sreenshot

Update Hackerangriff auf die Webseite der Süddeutschen Zeitung: Über den gesamten Donnerstag kam es immer wieder dazu, dass die Homepage Süddeutsche.de nicht erreichbar. Doch wer steckt hinter dem Angriff?

Wie der Chef der Online-Redaktion, Stefan Plöchinger, über seinen Twitter-Account bestätigte, kam es bei Süddeutsche.de am Mittwoch zu erheblichen Problemen durch einen Hackerangriff. Teilweise war die Webseite nicht zu erreichen. Plöchinger twitterte "Wir sind offline wegen einer Hacker-Attacke - und twittern jetzt alle News über @SZ", dem Twitter-Account der Zeitung. So genannte Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) werden immer wieder von Hackergruppen verwendet, um Internetseiten unerreichbar zu machen.

Eine Gruppe namens "Team Medusa" hatte in der letzten Woche das umstrittene Peerblog lahm gelegt. Weil die Hacker am Donnerstag laut ihres Twitterkanals einige Stunden vor der Attacke auf Süddeutsche.de eine Seite der Urheberlobby ausgeschaltet hatten, wurde schon spekuliert, ob die Hacker auch für den Angriff auf die Münchner verantwortlich waren. Das kann Stefan Plöchinger nicht bestätigen. "Wir analysieren das gerade, aber ehrlich gesagt ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir die Angreifer identifizieren können. Großangelegte DDoS-Attacken sind meistens sehr weit verteilt und kaum zurückzuverfolgen."

Falls die Attacke etwas mit der Rolle des SZ-Verlages in der Urheber-Debatte zu tun haben sollte, dann fühlt sich Plöchinger zu Unrecht angegriffen. "Ich finde, es ist ein falsches Signal, denjenigen anzugreifen, der in kontroversen Debatten immer versucht, die Stimme der Vernunft zu sein", sagt er.

Dass Süddeutsche.de nur ein Kollateralschaden bei einem Angriff auf ein anderes Ziel gewesen sein könnte, daran glaubt Plöchinger nicht. „Ich würde davon ausgehen, dass wir das Ziel waren“, sagt er. Der Chefredakteur interessiert sich für die Identität der Angreifer: „Wir würden uns wünschen, dass sich jemand zu dem Angriff bekennt, dann könnten wir uns an einen Tisch setzen und darüber diskutieren." Sich in einer zivilgesellschaftlichen Debatte hinzustellen und zu sagen: „Wir machen euch platt“, sei kontraproduktiv. Einen langfristigen Schaden für die Internet-Seite befürchtet er aber nicht. "Morgen spricht keiner mehr davon", ist er überzeugt.

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Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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