Meinung : Afghanistan: Entlastungsangriff

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Auch in Amerika gibt es Kriegskritiker. Dort allerdings kommen sie aus dem rechten Spektrum. Sie finden, dass das Militär zu zimperlich ist und die Regierung zu viel Rücksicht auf Koalitionen nimmt. Wenn Bush betont, wie wichtig die humanitäre Hilfe sei, wird er als Weichling verspottet. Die konservativen Kritiker sind keine Exoten: Mehr als 40 Prozent der Amerikaner meinen, die Bombenangriffe seien nicht stark genug gewesen. Daher dient der massive Einsatz von Bodentruppen auch der Innenpolitik: Amerikaner, die wirklich kämpfen, lassen sich als Helden feiern. Piloten, die Bomben abwerfen, taugen dafür nicht. Um die Ziele der Operation zu erreichen - die Zerschlagung Al Qaidas und die Entmachtung der Taliban - werden in den kommenden Tagen noch mehr Marines in Afghanistan landen. Aus Militär-Perspektive ist das unerlässlich. Aber es nützt der Regierung auch, etwas Druck entweichen zu lassen. Waren in den vergangenen Tagen doch die Stimmen derer lauter geworden, die eine baldige Ausdehnung des Krieges fordern, Stichwort: Irak. Sie kommen nun mit ihrem Bedürfnis nach mehr "action" sogar in Afghanistan auf ihre Kosten.

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