Meinung : Anti-Kriegs-Demonstration: Im Zweifel demonstrieren

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Zum Thema Online Spezial: Kampf gegen Terror
Schwerpunkt: US-Gegenschlag, Nato und Bündnisfall
Schwerpunkt: Osama Bin Laden
Schwerpunkt: Afghanistan
Schwerpunkt: Islam & Fundamentalismus
Schwerpunkt: Innere Sicherheit
Chronologie: Terroranschläge in den USA und die Folgen
Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags
Umfrage: Bodentruppen nach Afghanistan? Natürlich funktioniert die Welt anders, als die Friedensbewegung es möchte. Dass Krieg immer auch Unschuldige trifft, dass er Konflikte nicht wirklich löst, - das steht nicht nur im Aufruf zu den Demonstrationen an diesem Sonnabend in Berlin und Stuttgart, das wissen sie auch im Weißen Haus. Und trotzdem fallen seit einer Woche Bomben auf Afghanistan. Der Krieg gegen Osama bin Laden und das Taliban-Regime wird geführt, weil eine Weltmacht, ja vielleicht jede Regierung, ihren Kredit nach innen und außen verspielte, wenn sie den Tod Tausender ihrer Bürger, die Zerstörung der Symbole ihrer Macht tatenlos hinnähme. Es muss etwas geschehen, heißt der Imperativ der Regierungen, auch dann, wenn man nicht weiß, ob das, was geschieht, mehr nutzt als schadet. Die Friedensdemonstranten haben auf dieses Dilemma keine Antwort. Das wird man ihnen, neben Antiamerikanismus, zum Vorwurf machen. Doch wer kritisiert, muss nicht immer Lösungen parat haben: In Zeiten, da die Antwort auf den Terror vielleicht gerade deswegen so entschlossen ist, weil die Zweifel an ihrem Nutzen so groß sind, ist es schon etwas, diese Zweifel einmal lauter auszusprechen. Wenigstens sonnabends zwischen 13 und 17 Uhr.

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