Appenzeller antwortet zur Griechenlandkrise : "Der Steuerzahler wird mit blechen müssen"

Tagesspiegel-Herausgeber Gerd Appenzeller antwortet unserer Online-Community. Er plädiert für einen Schuldenschnitt und warnt davor, Griechenland pleite gehen zu lassen. Niemand könne die Folgen vorhersagen.

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Tagesspiegel-Herausgeber Gerd Appenzeller.
Tagesspiegel-Herausgeber Gerd Appenzeller.Foto: Tsp

Griechenlandkrise und kein Ende. Auch die Euro-Finanzminister konnten sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zunächst auf keine weitere finanzielle Unterstützung für das hoch verschuldete Land verständigen. Immer weitere Milliarden sollen zur Verfügung gestellt werden, und jeder einzelne Euro scheint in einem Fass ohne Boden zu verschwinden.

Unser Herausgeber Gerd Appenzeller vertritt in seinem aktuellen Kommentar "Noch verdienen wir an Griechenlands Not" eine andere Meinung. Immerhin hat Deutschland für das bisher geliehene Geld 300 Millionen Euro Zinsen eingenommen.

Ein Argumentation, die unser Leser „robert56“ aber nicht ganz folgen kann. Mit den mehr als 300 Milliarden Euro, die Griechenland bisher als Kredite erhalten hat, sei eins mal sicher, schreibt er, "wir verlieren deutlich mehr, als wir je gewinnen können".

Unser Herausgeber Gerd Appenzeller hält dagegen und bekräftigt noch einmal seine These. "Wenn die Griechen deutsche Maschinen kaufen mit dem Geld, das wir ihnen leihen, profitieren davon deutsche Arbeitnehmer."

Einspruch denken viele wie auch unser Leser "60AH1952". "Wer ist wir", fragt der User und schreibt: "Ich verdiene nämlich nicht an der Not Griechenlands, mein Nachbar auch nicht."

Sehen Sie hier die Videoantwort an unsere Community:

Auch unser Leser "icke" bezweifelt, dass Deutschland weiterhin ein Nutznießer der Griechenlandkrise sein wird und wagt die Prognose, "ich gehe mit Ihnen jede Wette ein, dass für uns am Ende eine rote Zahl im dreistelligen Milliardenbereich stehen wird".

Wird Deutschland die gezahlten Milliarden also nie wieder sehen?

Wir haben unseren Herausgeber mit den Fragen und Aussagen der Tagesspiegel-Community konfrontiert. In unserem Video sehen Sie seine Antworten an unsere User.

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