Meinung : Auf Umwegen

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Jetzt wird es sich zeigen. Will Angela Merkel vielleicht doch – auf Umwegen – an ihre ureigenen Reformziele gelangen? Das wären dann die Ziele, derenthalben eine Mehrheit der Deut schen damals lieber Gerhard Schröder als Kanzler behalten hätte. Heute sieht das anders aus, nicht zuletzt deswegen, weil Kanzlerin Merkel sozial daherkommt. Nur kann die Tarifauseinandersetzung mit Verdi eben noch diesen Hintergrund haben: Niedersachsens Innenminister Hartmut Möllring, Christdemokrat, verhandelt gegenwärtig so, dass man den Eindruck hat, am Ende soll der Flächentarifvertrag selber knapp vor dem Ende stehen. Und das wäre etwas aus der Zeit, als Merkel und Co. in der Regierung noch radikaler vorgehen wollten. Die Sozialdemokraten haben Anlass, genauer hinzuschauen. Sie können ja auch mal die Partnerin befragen. Findet die SPD berechtigte Gründe für Misstrauen, ist das eine Belastung der Koalition. Wenn nicht – dann ist Möllring wohl schlicht nicht der Richtige, das knifflige Problem im öffentlichen Dienst zu lösen. In diesem Fall muss wirklich ein Schlichter her. Einer, der sich auskennt. Die CDU hat davon auch welche. Da genügt doch ein Wink von Merkel. cas

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