Bahn erhöht Preise : Alle Jahre wieder

Einige Dinge ändern sich nie: Weihnachten fällt jedes Jahr auf den 24. Dezember, und kurz vorher erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise. Dabei hätte es viele Gründe gegeben, in diesem Jahr eine Ausnahme zu machen. Zum Beispiel die oft überfüllten und unpünktlichen Züge, gerade im Fernverkehr. Sicher, das hat mit den Einschränkungen durch die Sperrung der vom Hochwasser überfluteten Strecke zwischen Hannover und Berlin zu tun. Aber nicht nur. Dass der Staatskonzern nicht genügend Züge zur Verfügung hat, liegt vor allem daran, dass er im Vorfeld des Börsengangs die Bestellung von Rollmaterial immer wieder aufgeschoben hat. Es ging ja darum, hübsche Zahlen zu präsentieren. Aus dem gleichen Grund herrscht vielerorts im Konzern Personalmangel – in den Stellwerken von Mainz, Berlin oder Bebra ebenso wie in den Führerständen der Lokomotiven. Die Folgen dieser Gewinnfixierung trägt der Kunde – durch schlechtere Qualität und regelmäßige Preiserhöhungen. Die Nullrunde für Vielfahrer oder Kunden aus Berlin ist zu zaghaft, als dass daraus das Bemühen um zufriedenere Kunden sprechen würde. Immerhin, es gibt eine Alternative: Fernbusse sind zwar langsamer, aber oft billiger. Das hat einen schlichten Grund: Die Busfirmen haben Konkurrenten, die Bahn nicht. brö

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