Banken und Beratung : Allein am Schalter

Wir alle, sagt die Regierung seit Jahren, müssen privat für unser Alter vorsorgen, weil die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird. Doch die Profis bei den Banken, die den Überblick haben sollten, versagen.

Wir alle, sagt die Regierung seit Jahren, müssen privat für unser Alter vorsorgen, weil die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird. Also haben wir bei unserer Bank oder Sparkasse nachgefragt, ob sie uns helfen kann. Denn wenn es ums Sparen über so lange Zeiträume geht, fehlt uns der Überblick. Doch die Profis, die den Überblick haben sollten, versagen. Der von der Stiftung Warentest veröffentlichte Praxistest fällt peinlich schlecht für die Finanzfachleute aus. Dabei hätte man ein Jahr nach der Lehman-Pleite erwarten können, dass sich die Qualität und Sorgfalt in der Finanzberatung gebessert haben. Doch es scheint alles wie eh und je: Die Geldinstitute denken vor allem an sich, verkaufen provisionspflichtige Anlageprodukte am Kundenbedarf vorbei, locken unbedarfte Verbraucher in unnötig riskante Abenteuer. Selbst staatlich geförderte Riester-Renten, das zeigen Vergleiche, werfen wenig ab, weil die Anbieter bei den Gebühren zulangen. Eine Blamage, ein Skandal. Und ein Aufruf an die Regierung, es nicht bei Appellen zu belassen. Bankkunden, denen es nicht um kurzfristige Zockerei, sondern um eine Reserve für die Rente geht, dürfen am Bankschalter nicht alleine gelassen werden. mot

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