Meinung : Bon appétit!

„Kaisergemüse und Klecks“

vom 22. September

Pascale Hugues bekennt in ihrer Glosse über die Geheimnisse der französischen Küche, dass sie aufgrund einer offensichtlich traumatischen Erfahrung bis heute nicht den Unterschied zwischen einer pâté und einer terrine sagen kann. Der Frau kann geholfen werden. Ein Blick in ein einschlägiges Kochbuch über Pasteten und Terrinen gibt rasch die nötige Klarheit: „Im Grunde ist die Sache ganz einfach: Alles, was als Farce in einem Teigmantel daherkommt, ist eine Pastete. Terrinen aber sind jene, die sich in schöner Unverhülltheit als Farce präsentieren und damit unverhohlen und unverfälscht den reinen Genuss bieten. Die pure Farce wird in Gefäße gefüllt, die mit Speck oder Folie ausgelegt sind. So kommen sie ins Wasserbad und werden im Ofen gegart.“ Aus: Das große Buch der Pasteten, Verlag Gräfe und Unzer.

Adelheid Mallach, Potsdam

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