Meinung : BSE: Gurkentruppe

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Die EU ist zweifellos eine gute Sache, alles in allem. Nur bei Bananen, Gurken und Rindern, da funktioniert sie einfach nicht. Vor 14 Jahren, im November 1986, wurde die Rinderseuche BSE entdeckt. Vier Jahre später wusste man, dass sie auf den Menschen übertragbar ist und tödliche Folgen haben kann. Und heute, noch zehn Jahre später, sind wir immer noch nicht weiter. Wieder werden neue Fälle von BSE bekannt. Und das obwohl die EU einigen Aufwand getrieben hat, um der Seuche Herr zu werden. Zigtausende Rinder mussten sterben, und immer noch waren es nicht genug. Nun plant die Bundesregierung 66 000 Tiere zu testen, das sind: alle. Alle in Frage kommenden deutschen Rinder. Auch Frankreich, Spanien, Italien und Österreich sind aufgewacht. Alle tun jetzt was, aber alle tun was anderes. Nur eine Maßnahme fällt all diesen EU-Staaten gemeinsam ein: Einfuhrverbote gegen andere EU-Mitglieder zu verhängen. Dafür also haben wir die Union, damit sie sich in ihre Einzelstaaten zerlegt, wenn es hart auf hart kommt und nur gemeinsames Handeln helfen würde. Doch bald wird die EU ja erweitert. Dann können sage und schreibe 27 EU-Staaten gegeneinander Einfuhrverbote verhängen. Da werden sich die Prionen aber erschrecken. Hauptsache die kleinen Gurken haben keine Chance, sich zu verbreiten.

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