Meinung : Bundeswehr-Finanzkrise: Vorgeschobener Beobachter

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Immerhin reden sie jetzt, und sogar über Lösungen. Gerhard Schröder antwortet auf den Ernstfall Bundeswehr nicht einfach mit der "Ich-will-haben"-Attitüde, sondern begibt sich mit in den "Klärungsprozess" über die Finanzlage. Finanznot sollte man besser nicht sagen, weil das angesichts einer Summe von 46,5 Milliarden Mark in Zeiten, in denen gespart werden soll, seltsam klingt. Selbst bei 50 Milliarden Mark pro Jahr für die Armee müsste immer noch geklärt werden, was sie wie und wo können und leisten soll. Ein neues Transportflugzeug, ein neuer Hubschrauber, ein neues Satellitenaufklärungssystem, die Renovierung von Kasernen, Ersatz für überaltertes Material - eine eindrucksvolle Liste. Eine Milliardenliste. Von der gestrichen werden muss. Herrje, das wäre es doch: Europas Staaten haben alle Armeen, und alle leiden unter Geldmangel. Können sich die Staaten da nicht mal verständigen, welche Armee was besonders gut kann? Das würde sparen, Kräfte und Geld. Dann müssten sie sich in Zweifelsfall zwar aufeinander verlassen - aber politisch wäre dieser Zwang auch gar nicht so übel. Eine Illusion? Vielleicht. Aber hoffentlich gilt das genauso für NMD. Sonst muss die Bundeswehr das auch noch bezahlen.

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