Meinung : Cheri cheri Germany

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Das Geld ist da. Es quillt den Leuten aus den Taschen, keiner weiß, wohin damit. Aber wie werden wir die Kohle diskret wieder los? Ein Segen, dass uns ein paar Fernsehsender vom größten Druck befreien: Für 49 Cent dürfen wir dort anrufen und beispielsweise mitteilen, ob wir uns lieber mit der rechten oder der linken Hand in der Nase bohren. Das bringt jährlich bald eine halbe Milliarde, hören wir soeben – eine Goldgrube! Und dann erst die Nebeneinnahmen aus „Deutschland sucht den Superbohrer“: TShirts, Taschentücher, CDs oder vernickelte Bohrwerkzeuge, mit denen auch Musik aus dem Internet geladen werden kann. Die Rentenversicherungsträger sollten sich das mal ansehen. Wer telefonisch die Höhe seiner Rente errät, wird ein Jahr beitragsfrei gestellt – und schon ist die leidige Debatte vom Tisch. Die deutsche Finanzkrise bekommen wir mit „Deutschland sucht den Superkanzler“ in den Griff, sofern Dieter Bohlen dazu die neue Nationalhymne komponieren darf. „Cheri cheri Germany“ ein Jahr lang auf Platz 1 der Hitparade, und Geld ist kein Thema mehr. Am besten, Bohlen wird gleich selbst Kanzler. Dann können wir weiter beruhigt in der Nase bohren.

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