Meinung : Das Virus fliegt uns an

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Es klingt nach dem perfekten Horrorszenario: Bis zu 150 Millionen Tote stehen uns bevor, wenn die Vogelgrippe auf den Menschen „springt“, warnt der UNExperte David Nabarro. Panikmache? Drei Punkte sprechen dafür, dass es tatsächlich Grund zur Sorge gibt. Erstens, bei der Vogelgrippe handelt es sich wohl um die größte Tierepidemie, die je beobachtet wurde. Allein die schiere Verbreitung des Erregers H5N1 macht es wahrscheinlich, dass er früher oder später „lernt“, sich an den Menschen anzupassen. Zweitens, das Virus ist im Laufe der Jahre immer gefährlicher geworden. Es fing harmlos an, dann wurde es tödlich und eroberte nicht nur immer mehr Länder in Asien, sondern auch immer mehr Tiere – Tiger, Schweine, Katzen. Auch Menschen sind schon gestorben, doch noch „hüpft“ das Virus nicht von Mensch zu Mensch. Drittens zeigt ein Blick in die Geschichte, dass Pandemien relativ regelmäßig auftreten – zuletzt 1918, 1957 und 1968. Grund genug also zur Wachsamkeit. Und dennoch: So wehrlos wie früher sind wir nicht. Schnelles Handeln, etwa mit Hilfe des Medikaments „Tamiflu“, könnte eine Pandemie eindämmen. Da das Virus keine Grenzen kennt, wird am Ende die internationale Zusammenarbeit entscheidend sein, um die drohende Katastrophe aufzuhalten.bas

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