Der Fall Vattenfall : Wer einmal lügt ...

Die Informationspolitik des Energieriesen nährt die Zweifel an der Sicherheit der Atommeiler.

Es ist erst zwei Winter her, als ein Schneesturm in Nordrhein-Westfalen flächendeckend zu tagelangem Stromausfall geführt hat. „Nicht so schlimm“ hieß es damals bei RWE, und von „unglücklichen Wetterverhältnissen“ war die Rede. Und es dauerte lange, bis die Wahrheit ans Licht kam. Genau wie es auch jetzt lange, zu lange, dauert, bis die Behörden und die Öffentlichkeit erfahren, was eigentlich Ende Juni in den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel geschehen ist. Niemand erwartet, jedes technische Detail eines Kraftwerksbrandes erfahren und verstehen zu müssen. Wenn es allerdings darum geht, ob ein Unternehmen in der Lage ist, Anlagen zu betreiben, die im Zweifelsfall ganze Regionen verseuchen könnten, dann nährt das Mauern und Unterdrücken von Informationen Zweifel. Die Energiebranche hält selbst ihre ältesten Atommeiler technisch für so fit, dass sie Laufzeitverlängerungen beantragt hat. Mag vielleicht sogar sein, dass das stimmt. Nur glauben will das bald niemand mehr. asi

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