Meinung : Die Mähbäck-Luftbrücke

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Ist das Bild der Deutschen in der Welt ein wenig lädiert zur Zeit? Nur Zweite im Fußball, in der Wirtschaft Kreisliga, bei der Bildung im Abstiegskampf – kein Wunder, dass einflussreiche Kreise nach einer Möglichkeit gesucht haben, dieses Bild zu richten. Was können wir am besten? hieß die Frage, und die Antwort war schnell gefunden: Auto. Also ward ein neuer Maybach ordentlich verpackt in einen gläsernen Container, verschifft nach New York und schließlich per Hubschrauber am Seil nach Manhattan geflogen. Dort wurde er befreit für die Multimillionäre, die schon ganz scharf sind auf die Chance, einen Mähbäck ordern zu dürfen. Doch das Bild geht in die Irre. Symbolmäßig richtig wäre es gewesen, die Autos in Pappkartons und Säcken unterzubringen und sie ganz behutsam über Amerika abzuwerfen, einen nach dem anderen. Die Kinder hätten sich dann um die neuen Wagen geschart und leise „Made in Germany?“ geflüstert, sie hätten sich welche mit nach Hause genommen und geschworen, im Leben kein anderes Auto mehr in die Garage zu lassen. So macht man eine Luftbrücke!

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