Meinung : Gib mehr oder Geld

„Halloween ohne Spaß“ vom 2. November

Ich bin 71 Jahre alt und so wütend, dass ich ein Ventil brauche. Was ist bloß mit unserer Gesellschaft los? Ich betreue

ehrenamtlich sechs Kinder, bin also

sehr kinderlieb. Was ich allerdings am

Halloween-Abend erleben musste, ist nicht zu fassen. Freche, fordernde Kids. Bitte und danke sind absolute Fremdwörter. „Was, nur so wenig?“, „Das will ich nicht, gib mir Geld!“ Wer sich so benimmt, muss damit rechnen, zurückgestoßen zu werden.

Ich wohne in einem Problemkiez mit alten und armen Menschen, die es sich nicht leisten können, Süßigkeiten zu kaufen. Trotz allem war ich erstaunt über die vollen Tüten der Kinder. Am nächsten Tag fanden wir unser Treppenhaus völlig versaut vor. Sagt niemand den Kindern, wie man sich benimmt? Meinen „Kindern“ habe ich vorher gesagt: Alles, was ihr nicht wollt, dass man es euch tut, das tut auch nicht anderen an. Ich gönne den Kindern von Herzen den Spaß, solange es einer ist.

Heike Kunze, Berlin

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