GM und Opel : Friss oder stirb

Kein Golf mehr aus Deutschland? Was soll denn aus Volkswagen werden ohne den Bestseller aus heimischer Produktion? Und ist das VW-Stammwerk Wolfsburg noch zu halten? Nein, diese Fragen stellen sich nicht. Der größte europäische Autokonzern ist vielmehr auf gutem Wege an die Weltspitze. Mit vielen Modellen aus deutschen Werken. Derweil stellt die langjährige Nummer eins, General Motors, seine seit Jahren Verluste produzierende europäische Tochter neu auf. Opel ist arm dran mit einem Eigentümer aus Detroit, der den Deutschen Exporte auf wichtige Weltmärkte untersagt und dessen strategischer Horizont bis zu den nächsten Quartalszahlen reicht. Die Amerikaner sind zu einfallslos, um Opel auch nur annähernd eine Entwicklung wie VW zu ermöglichen. Kosten runter und alles wird gut – mit dieser schlichten Agenda agiert das GM-Management. Dass Rüsselsheim den Astra an ein britisches Werk verliert, hängt einzig mit den Dumpingbedingungen zusammen, die das Management den unter Rezession und Deindustrialisierung leidenden Briten abpresste. Rüsselsheim wird überleben, weil die Fabrik ziemlich neu ist und viel produktiver als jede andere im GM-Verbund. Für Bochum gilt das nicht. Ende 2014 läuft dort die Standortgarantie aus. Es wird sehr eng. alf

Seiten 1 und 15

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