Grüne : Der oder die?

Jürgen Trittin mit Renate Künast? Trittin mit Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt? Ein weibliches Spitzenduo für die Bundestagswahl 2013? Darüber haben sich die Grünen       seit Monaten gestritten. Jetzt dürfen die 59 000 Mitglieder ihre Favoriten aus sechs Kandidaten, darunter zwei unbekannte Kommunalpolitiker, bestimmen. Glücklich sind die wenigsten Grünen über die Urwahl. Dass das Führungspersonal es nicht geschafft hat, sich im Vorfeld auf ein Duo zu verständigen, ist der Mischung aus Flügelkämpfen, Machtansprüchen und Zukunftsängsten geschuldet. Die Urwahl birgt für die Kandidaten enorme Risiken. Was machte eine unterlegene Parteichefin? Eine schlechte Ausgangsposition, um bei den Vorstandswahlen im November wieder anzutreten. Und Künast? Es wäre das Ende ihrer politischen Karriere. Der Berliner Landesverband würde sie nach der verpatzten Berlin-Wahl wohl nicht mehr auf Listenplatz eins für die Bundestagswahl nominieren. Was passiert, wenn Fraktionschef Trittin verliert? Laut Quotierungsverfahren darf die Basis zwei Frauen wählen, aber nicht zwei Männer. Nur Göring-Eckardt, Bundestagsvizepräsidentin und Präses der Synode, dürfte die Urwahl relativ unbeschadet überstehen. Bleibt die Urwahl als Motivationsverfahren für die Basis. Danach sollte sich die Partei endlich einmal um Inhalte kümmern. sib

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