Hisbollah auf der EU-Terrorliste : Kampf dem Ruheraum

Es steht außer Frage, dass die Hisbollah eine Terrorgruppe ist. Die radikalen Islamisten – von den Mullahs in Teheran reichlich mit Waffen und Ideologie versorgt – sind für zahlreiche blutige Anschläge in aller Welt verantwortlich. Der mörderische Antizionismus der libanesischen Schiitenmiliz betrifft und trifft auch Menschen, die weder Israelis noch Juden sind. Hinzu kommt, dass ihr viel daran gelegen ist, den Nahen Osten zu destabilisieren. Dass die „Partei Gottes“ im syrischen Bürgerkrieg nach Kräften Machthaber Assad unterstützt, spricht für sich. Muss Europa nun den Terror der Hisbollah fürchten? Nicht mehr oder weniger als in den vergangenen Jahren. Die Fundamentalisten nutzen Deutschland schon lange als „Ruheraum“. So werden hier über Vereine Spenden eingesammelt, um den bewaffneten Kampf zu finanzieren. Die Sicherheitsbehörden haben nun dank der Aufnahme der Hisbollah auf die Terrorliste ein paar neue Möglichkeiten, derartige Aktivitäten einzuschränken – ernsthaft schaden können sie der Gruppe indes nicht. Wird damit der Einsatz der EU gegen den Terror geschmälert? Diese Schlussfolgerung wäre ungerecht. Die Europäer haben mit ihrer Entscheidung ein Zeichen der Geschlossenheit gesetzt. Immerhin. Ch.B.

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