Meinung : Jesus Christus MdB

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Was den Nervensägefaktor angeht, ist Heiner Geißler nahe dran an der Spitzengruppe mit Oskar Lafontaine und Franz Alt. Jetzt hat er gesagt, „Jesus wäre heute der ideale Abgeordnete“, und das bringt ihn wieder einen Schritt nach oben. Denn wie hätten wir uns Jesus Christus MdB, vorzustellen? In der CDU? Ahem. Fraktionslos an der Seite der Atheistin Petra Pau? Entnervt würde ihm Wolfgang Thierse nach der zehnten Bergpredigt zur Pfandpflicht für Getränkedosen das Mikrophon abstellen, während die Parlamentsordner pikiert mit ansehen müssten, wie sein sturer Reitesel in den Plenarsaal äpfelt. Immerhin könnte er mit ein paar exemplarischen Wunderheilungen die Gesundheitskosten dämpfen – doch was hülfe das? Später würde garantiert eine riesige Debatte über die Frage losbrechen, ob nach einer Auferstehung erneut Übergangsgelder und Pension fällig sind. Das Ende: Er würde sich schmollend aus der Politik zurückziehen und „Bild“Kolumnist werden. Nein, Herr Geißler: Das ist äußerst unchristlich.

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