Meinung : Kanzlers Ökumene

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Der Besuch des Papstes hat für mich Bedeutung, umso mehr, da er aus unserem Land stammt. Ich setze mich mit seinen gesellschaftspolitischen Vorstellungen auseinander, weniger mit seinen theologischen. Und da hat er die gesamtgesellschaftliche Diskussion über viele Jahre wirklich bereichert und bereichert sie nach wie vor.

Darüber hinaus freut sich meine Frau ganz ehrlich. Sie ist Katholikin und freut sich auf den Besuch – wenn ich das so sagen darf – ihres Papstes. Bei uns ist, wenn Sie so wollen, Ökumene tägliche Praxis. Aus Zeitgründen gehe ich zwar relativ selten in die Kirche. Aber wenn, dann begleite ich meine Frau. Unsere Kinder werden auch katholisch erzogen. (...)

Die Politik muss die Rahmenbedingungen setzen, um den negativen Trend bei den Geburten zu brechen: Deswegen sind Betreuung und Förderung so wichtig. Mehr kann und mehr darf Politik nicht tun, um zum Kind zu ermutigen. Da geht es um höchst individuelle Lebensentscheidungen.

Aber wir müssen doch stärker werben für ein Leben mit Kindern. Deutlich gesagt: Meine eigene Erfahrung lautet, dass – wenn man über das Paradies nachdenkt – vielleicht drei Dinge übrig bleiben: Blumen, Sterne und eben Kinder.

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