Meinung : Kaum Geld für die Grundlagenforschung

„Eine Frage der Einstellung / Neue Insulinpräparate bringen jungen Diabetikern keinen Vorteil, heißt es. Wir können nicht auf sie verzichten, kontern Kinderärzte“

von Adelheid Müller-Lissner vom 10. Juni

Genstrukturen stellen zumeist durch einige (meist sehr viele) Generationen optimierte gesundheitsförderliche Erfahrungen dar, mit „den richtigen“ Eiweißsäuren die funktionstüchtigsten Hormone in den dafür vorgesehenen Zellen produzieren zu lassen, wie zum Beispiel „menschliches“ Insulin im menschlichen Pankreas. Im Insulin vom Rind, Schwein und anderen Tierarten sind wenige andere Aminosäuren eingebaut, sie wirken als Antigene und werden nach einiger Zeit als „fremd“ erkannt und dann trotz der funktionellen Notwendigkeit und anfangs (zeitweise) guten Verwertbarkeit im Blut noch abgebaut.

Mit Analoginsulinen geschieht im Prinzip das Gleiche, nur – durch jetzt 40 verschiedene – hat man eine bessere (teurere) Auswahl und die eigentliche Ursache dieser Erkrankung bleibt weiterhin ein Forschungsobjekt.

Zuständig für die Grundlagenforschung, also die Erforschung der realen Basis der heute vermehrt anwachsenden Ursachen für das vermehrte Auftreten von Erkrankungen im enzymreichsten Organ des Körpers, ist sicherlich nicht die Pharmaindustrie. Diese verstehen sich als profitorientierte Organisation nicht zur Lösung der Grundlagenfragen berufen.

Und die Basis-Forschung – ja wer betreibt sie denn dann ernsthaft und hat denn heute noch das Geld dafür?

Dr. Klaus-J. Seelig, Trier

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