Kinder II : Es lebe die Hebamme

Hebamme ist einer der ältesten Berufe der Welt. Und einer mit sehr großer Verantwortung. Und mit harten, unregelmäßigen Arbeitszeiten. Die Bezahlung entspricht dem nicht: 7,50 Euro netto pro Stunde. Wenn ab dem 1. Juli die Beiträge zur Berufs-Haftpflichtversicherung erneut ansteigen, lohnt es sich für viele freiberufliche Hebammen nicht mehr, rund um die Uhr bereitzustehen. Wenn damit die von vielen Ärzten nicht gern gesehene Hausgeburt durch die Hintertür abgeschafft werden soll, ist das feige. Denn wenn die Risiken so unzumutbar wären, müsste sich die Politik zu einem Verbot durchringen. Doch das Aus betrifft auch die sogenannten Beleghebammen, die eine Schwangere betreuen und und dann die Geburt im Krankenhaus begleiten. Es ist ein unschätzbarer Dienst, eine Vertraute in dieser außergewöhnlichen Situation an der Seite zu haben. Für die Geburt gibt es 267 Euro Lohn. Das ist ein Hohn. Die Politik muss die Hebammen bei ihren Verhandlungen mit den Krankenversicherungen unterstützen und auf höhere Bezahlung drängen. Denn Apparate sind nicht alles. Und Frauen sollen die freie Wahl behalten, wie sie ihr Kind zur Welt bringen. an

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