Meinung : Kleine Brötchen

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München, Olympia 1972: Millionen Menschen schauen auf die Stadt, gigantische Bauten entstehen. Nur zwei Jahre später, die FußballWeltmeisterschaft 1974, mit dem Finale in München. Bis heute zehrt die Stadt von diesen gigantischen Turnieren – nicht zuletzt auch wirtschaftlich. Berlin, Februar 2005: In eineinhalb Jahren blickt die Welt auf diese Stadt – WM-Eröffnungsfeier, sechs Spiele, Abschlussparty am Brandenburger Tor. Doch während Burkina Faso bereits Tickets bestellt, ist bei der Berliner Wirtschaft von WM-Fieber nichts zu spüren. Sie jammert, klagt über Bürokratie und hat gerade mal eine Idee: „WM-Brötchen“ zu backen. Neun Milliarden Euro, sagen Experten, fließen durch die WM in die deutsche Wirtschaft, 450 Millionen werden allein 2006 in Berlin ausgegeben. Das sollte Anreiz genug sein – für etwas mehr Kreativität.AG

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