Meinung : Konjunktur: Subventionen für den Wahlsieg

asi

Der Bundeskanzler auf Vor-Wahlkampftour: Noch ein paar Wochen, dann wird Gerhard Schröder - wie im vorigen Sommer auch - auf Reisen durch den deutschen Osten gehen. Im Unterschied zum vergangenen Jahr kann er sich allerdings nicht auf Mut machende Gesten beschränken. Denn es gilt, sich der Gunst der Ostdeutschen für die Bundestagswahl zu versichern. Keine leichte Aufgabe: Der Aufschwung Ost steht - je nach Standpunkt - vor oder auf der "Kippe", und die düsteren konjunkturellen Aussichten werden die neuen Länder hart treffen. Will Schröder punkten, muss er schnell wirksame Wachstumspillen verteilen. Nichts liegt näher, als die Baubranche mit Geld für Aufträge zu puschen. Baustellen signalisieren Aufbruch, schuftende Handwerker verheißen Arbeit, alles zusammen erfreut Wähler. Doch wem hilft das? Mit einem gewaltigen Investitions- und Subventionsprogramm hat bereits Schröders Vorgänger Helmut Kohl Bauunternehmen und Anleger in den Ruin gelockt: Fehlinvestitionen, leer stehende Wohnungen und Überkapazitäten in der Branche sind die tragischen Auswirkungen. Und Kohl wurde am Ende abgewählt.

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