Meinung : Kreide für die Schulen

„Bildung bringt’s / Hochqualifizierte verdienen immer mehr und helfen dem Staat zu sparen – doch Deutschland steigert die Zahl seiner Hochschulabsolventen nur langsam“ von Anja Kühne vom 8. September

Die Berichte der letzen Wochen machen einmal mehr deutlich, dass keine der Parteien wirklich versteht, worum es eigentlich geht: Mehr gut ausgebildetes Personal in besser aufgestellten Einrichtungen für kleinere Lerngruppen von Kindern. Solange jedoch keine der deutschen Parteien willens ist, genug Geld in die nächste Generation zu investieren, sollten auch die Herren Wowereit und Buschkowsky ihre Kreide lieber leiser zu sich nehmen. Vielleicht kann das ja mal jemand rechnen: Umverteilung des nun wirklich für den Bau blühender Landschaften in den neuen Bundesländern überflüssigen Soli in den Bildungsbereich und Streichung des Kindergeldes für Familien mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 2500 Euro im Monat bei gleichzeitiger Investition der freigesetzten Beträge ebenfalls in die Bildung. Dann ist das Konzept „Vorschule ab vier“ doch auch sinnvoll weil umsetzbar – und die Kinder verfügen zwei Jahre später über einen angemessenen Wortschatz, der ihnen einen guten Einstieg in die Schule ermöglicht.

Beate Vera, Berlin-Lichterfelde

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