Meinung : Länderfusion: Die Fusion der Gewinner

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Auch die Westprignitz ist nicht aus der Welt. Sie könnte 2009 sogar Bestandteil des Landes Berlin-Brandenburg werden. Aber gemach: Teile der Bevölkerungen trennen doch noch Welten voneinander. Das hat eine neue Studie gezeigt. Ein diffuses Misstrauen, nicht ausgesprochene Vorbehalte, machen es den Berlinern und den Brandenburgern immer noch schwer, die gemeinsame Zukunft zu planen. Es gibt nur eine wackelige Mehrheit in beiden Ländern für die Fusion, die 1996 im ersten Anlauf scheiterte. Es sind vor allem die Älteren, die höher Gebildeten und die Besserverdienenden, die auf Berlin-Brandenburg setzen. Es sind die Gewinner der Ost-West-Vereinigung vor zehn Jahren, die sich auch diese zweite große Veränderung zutrauen. Es sind die Mobilen und die Gutsituierten, die Berufspendler und die Neusiedler im Speckgürtel, die jetzt schon sicher sein können, Nutznießer des gemeinsamen Landes zu werden. Aus einer Politik für die Region müssen in absehbarer Zeit aber auch diejenigen Vorteile ziehen, die bisher zu kurz gekommenen sind. Sonst wird es nichts mit der Fusion.

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