Lehrergehälter : Zu wenig und zu spät

05.10.2012 00:00 Uhrvon

Wer Lehrer ist, muss an Berlins problembeladenen Schulen einiges aushalten können. Und wer Kinder bildet, dem darf es eh nicht ums schnöde Geld gehen. Doch ihr Gehalt müssen die Lehrer schon kriegen - pünktlich.

Wenn neu eingestellte Lehrer hier mehrere Monate auf ihr erstes Gehalt warten müssen, handelt es sich möglicherweise nur um eine besondere Form von pädagogischem Härtetest. Man könnte es aber auch komplettes Versagen nennen, dass die Bildungsverwaltung offenbar seit Jahren nicht fähig ist, neu eingestellten Pädagogen rechtzeitig Geld anzuweisen. Das bleibt auch deswegen ein Rätsel, weil es sich größtenteils nur um Ersatz für ausgeschiedene Lehrer handelt. Dabei muss die Fürsorgepflicht nicht nur für die Kinder gelten, sondern auch für die Mitarbeiter. Vor allem, wenn die Lehrer hier nicht wie in anderen Bundesländern mit einer Verbeamtung gelockt werden können.

Mit dem Slogan „Sehr guten Morgen, Herr Lehrer“ warb vor Jahren das Land Baden-Württemberg in Berlin um pädagogischen Nachwuchs – damals zum Ärger der Berliner Landesregierung. Bei solch spezieller Willkommenskultur in Berlin können sich andere Bundesländer jedwede Werbekampagnen künftig sparen.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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