Meinung : Leider kein Einzelfall

„Zur Regulierung“ vom 4. Oktober

Noch nicht einmal 48 Stunden nach seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten wird Steinbrück bereits von hochrangigen Mitgliedern seiner Partei aufgefordert, seine Einkünfte aus seinen zahlreichen Nebentätigkeiten zu veröffentlichen. Damit wird die Zerrissenheit der Sozialdemokraten deutlich. Wie soll da eine ordentliche Regierungsarbeit möglich sein. Dass aktive Abgeordnete oder ehemalige Regierungsmitglieder als Vortragsreisende oder Lobbyisten durch die Lande ziehen und dabei gut dotiert werden, ist schon lange keine Geheimnis und der Reputation unserer Demokratie abträglich. Die Anschlusstätigkeiten von Altkanzler Schröder, Ex-Arbeitsminister Riester, Ex-Wirtschaftsminister Clement oder Ex-Innenminister Schily sind nur einige Beispiele. Von den anderen aus dem sogenannten bürgerlichen Lager ganz zu schweigen. Insofern wird sich auch bei einem Regierungswechsel nichts ändern.

Werner Thronicker, Berlin-Lichterfelde

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