Leserbriefe : Alles eine Frage der Berechnung

„Glos: Scholz-Bericht tendenziös / Wirtschaftsminister kritisiert Armutsdaten“ vom 1. Juni

Zu Recht weist Glos darauf hin, dass in dem Bericht und den Medien „Armut“ nicht als relativ beschrieben und unterschlagen werde, dass es in Deutschland – Gott sei Dank – nur wenige Menschen gebe, die tatsächlich unter das Existenzminimum fallen! Ein großer Teil der Erdbevölkerung lebt unter dem Existenzminimum. Wir versündigen uns mit der bei uns geführten Diskussion an den wirklich Armen!

Wenn z. B. Michael Schumacher nach Deutschland zurückkäme, gäbe es mehr Arme, weil das Gesamteinkommen steigt! Wenn umgekehrt alle Fußballmillionäre aus Deutschland wegzögen, gäbe es weniger Arme. Und wenn wir alle auf Sozialhilfeniveau leben würden, gäbe es gar keine Armen, weil alle gleich viel oder wenig hätten. Das allein zeigt die Perversität der Definition und Debatte.

Dr. Gabriele Wurzel,

Wachtberg-Villiprott

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