Leserbriefe : Der Geist soll in der Flasche bleiben

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Betrifft: Rücktritte in der Flugaffäre

Seit dem Zweiten Weltkrieg arbeitet Deutschland geduldig daran, von seinen Nachbarn akzeptiert zu werden. Es ist, als würden die Deutschen sich selber nicht mehr trauen. Wer weiß, ob der Geist nicht doch noch einmal aus der Flasche entweicht, wenn alle werkeln würden wie sie wollen. Da versteht es sich von selber, dass die kleinste politische Verfehlung öffentlich gesühnt gehört. Wegen der Verwendung von beruflich erworbenen Bonusmeilen für private Zwecke würde andernorts kaum eine politische Konsequenz gefordert werden. In Deutschland traut sich keiner zu sagen, „Gregor bleib auf dem Teppich und mach einfach deine Arbeit", um nicht selber dunkler Machenschaften bezichtigt zu werden.

Christiane Meyer-Ricks, Berlin-Steglitz

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