Leserbriefe : Der Krieg auf Berliner Straßen

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„Nazis in der Nachbarschaft“ von André Görke, Werbinich-Seite vom 2. Februar

Ich danke Ihnen für diesen Artikel. Tolle Leistung von den beiden Jugendlichen, die so offen über ihre Erlebnisse und Ängste reden. Dazu gehört viel Mut!

Ich selbst, Mutter eines 17-jährigen Sohnes, habe Angst, wenn mein Sohn aus dem Haus geht. Ich glaube, dass es ganz vielen Eltern genauso geht. Ich denke an meine Jugendzeit, wo ich mich nach Diskobesuchen nachts ohne Angst auf den Straßen bewegen konnte. Heute ist es eine total miese Zeit für die Kids. Es passiert doch jeden Tag, wir lesen es, Abzocken, Beleidigungen und Schlimmeres. Diese sinnlose Gewalt muss gestoppt werden. Wir Eltern möchten keine Angst mehr haben, denn Angst macht krank. Oder müssen wir unsere Kinder demnächst bewaffnet aus dem Haus schicken, damit auch sie eine Chance haben?

Aufatmen können wir erst, wenn unser Sohn unbeschadet nach Hause gekommen ist, und ich denke dabei schon ans nächste Mal, wenn er weggeht und die Angst wieder da ist. Für die Jugendlichen ist es heute der Krieg auf den Straßen.

Angela Scholtys,

Berlin-Wilmersdorf

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