Leserbriefe : Die NPD ist nur ein Symptom

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„NPD verweigert Gedenkminute für NaziOpfer“ vom 22. Januar 2005

Alle Demokraten sind zu Recht entrüstet über das Verhalten der NPD im Landtag in Dresden, welches das Ansehen Deutschlands beschädigt. Nun rufen die Parteien nach einem Verbot der NPD. Aber mit dieser politischen Lösung wird der Bürger wieder getäuscht und für dumm erklärt. Man muss sich doch fragen, wer diesen Ungeist in der heutigen Zeit wählbar gemacht hat. Und ehrlich gesagt ist es die Politik der demokratischen Parteien: die Politik der ständigen Kürzungen, Zumutungen, Härten, genannt Reformen, und der damit verbundene Vertrauensverlust gegenüber den Politikern. Das ist der Humus, auf dem eine braune Partei gedeiht. Die NPD ist nur ein Symptom für eine immer stärker werdende soziale Schieflage. Es gibt einen Königsweg, damit die NPD nicht wieder in ein Parlament gewählt wird und keinen weiteren Zulauf bekommt: zu einer ehrlichen und sozial gerechten Politik zurückzukehren.

Olaf Littmann, Berlin-Prenzlauer Berg

Noch immer sind 15 bis 20 Prozent unserer Bevölkerung dem nationalsozialistischen Gedankengut verhaftet. Diesem Zustand muss endlich mit allen demokratischen Mitteln entschiedener begegnet werden, als dies in der Vergangenheit geschehen ist! Im Hinblick auf den NPDSkandal im sächsischen Landtag plädiere ich für eine bessere historische Aufklärung in den Schulen und für einen Gedenk- und Feiertag am 27. Januar!

Thomas Henschke, Berlin-Reinickendorf

„Zentralrat und SPD warnen vor NPD-Erfolg 2006“ vom 24. Januar 2005

Für mich ist es erschreckend zu sehen, wie die „Fraktion der nationalen Sozialisten“ im Dresdner Landtag Geschichte fälscht. Es ist an der Zeit, sich als Demokrat zu wehren. Ich möchte an einen Satz aus der „alten“ Bundesrepublik erinnern: „Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit“.

Markus Erich-Delattre, Hamburg

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